Rezension: Nur drei Worte von Becky Albertalli

Titel: Nur drei Worte
Originaltitel: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda
Autor: Becky Albertalli
Seiten: 320
Genre: Gay Romance
Amazon-Link: https://amzn.to/2JB8fNR

Ich habe das Buch noch einmal gelesen, nachdem ich die fantastische Filmadaption gesehen hatte, und mich gefragt, warum ich dem Buch damals nur drei Sterne gegeben habe. Nun, bevor wir in das Buch eintauchen, möchte ich nur sagen, dass ich den Film absolut LIEBE! Er ist süß, er ist ehrlich, er ist alles, was ich je von einer Teenager-Liebeskomödie wollte – warum ist der nicht rausgekommen, als ich fünfzehn war?! Jedenfalls: Als ich das Buch zum zweiten Mal gelesen habe, fiel mir wieder ein, warum ich vorher nur drei Sterne vergeben habe – ja, es ist lustig. Aber manchmal fühlt es sich so an, als wäre das alles ein bisschen zu kindisch für mich, ein bisschen zu übertrieben. Ich muss auch sagen, dass ich normalerweise nicht so sehr auf Liebesgeschichten stehe und so waren einige Dinge zu kitschig für meinen Geschmack. Trotzdem liebe ich diese Charaktere einfach SO sehr! Und nach dem Film kann ich nicht anders, als mir sofort den charismatischen Nick Robinson vorstellen, wenn ich an Simon denke. Ich weiß, es ist eine unausgesprochene Regel zwischen Buchliebhabern, nie zu sagen: „Der Film war besser“, aber ich denke wirklich, dass Love, Simon mein Leseerlebnis mit diesem Buch sehr bereichert hat und ich mich so in Simon, Leah, Abby und all die anderen noch mehr verliebt habe. Als ich diesem Buch damals also 3,5 Sterne gegeben habe und auf 3 abgerundet habe, muss ich diesmal einfach aufrunden und 4 Sterne daraus machen. Weil wir mehr LGBT-Bücher wie diese brauchen – Bücher, die einen zum Lachen bringen, Bücher, die einen glücklich machen, Bücher mit einem Happy-End. (Das klang ziemlich kitschig für mich).

Fazit: Eine lockere LGBT-Geschichte, die es einfach auf den Punkt bringt, wie es ist, ein schwuler Teenager zu sein, obwohl die ganze Niedlichkeit stellenweise ein Zuckerschock sein kann.

★★★★☆/★★★★★
(4/5 Sterne)

Rezension: Rough Animals von Rae DelBianco

Titel: Rough Animals
Autor: Rae DelBianco
Seiten: 304
Genre: Western-Thriller
Amazon-Link: https://amzn.to/2tKl96q

Ich folge den inspirierenden Instagram-Kanal der Autorin schon seit einiger Zeit und als ich von ihrem ersten Roman hörte, war ich sehr gespannt. Schon ein Blick auf ihre Bilder genügt, um zu erkennen, dass sie ein Auge für ästhetisch ansprechende Fotografien hat, und ich fragte mich, ob ihr Buch ebenso faszinierend sein würde. Und ja, verdammt, das ist es! Schon nach den ersten Seiten ist man nicht nur derart von der Handlung gefesselt, man möchte am liebsten auf jedem einzelnen Satz verweilen. Wenn du kein Fan von blumiger Sprache bist, wird dir dieses Buch wohl nicht gefallen. Aber wenn du auf metaphorische Sätze stehst und gerne interpretierst, wirst du es lieben. Denn jedes Wort ist hier an der richtigen Stelle und auch dort aus einem bestimmten Grund; nichts fühlt sich gezwungen an. Das heißt nicht, dass die Geschichte kompliziert und schwer zu verstehen ist. Eigentlich ist sie sogar ziemlich geradeheraus und man kann nicht aufhören zu blättern, bis man das atemberaubende Ende dieses aufregenden Ritts erreicht hat. Dieses Buch ist wild! Und oft nichts für schwache Nerven. Wenn du auf der Suche nach fesselnder, lyrischer, wenn auch brutaler Lektüre bist – tu dir einen Gefallen und lies dieses Buch. Denn wie Kirkus Review es in einem schönen Satz schon treffend zusammenfasste: „Man, this ‘redneck kid author’ can write.“

Fazit: Ein erstaunlicher Debütroman, der einem überhaupt nicht wie einer vorkommt! Absolute Leseempfehlung!

★★★★★/★★★★★
(5/5 Sterne)